Schießerei in München am 22. Juli 2016

Schießerei in München am 22. Juli 2016

Olympia-Einkaufszentrum
(C) wikipedia user gamsbart

Bei einer Schießerei in München wurden am 22. Juli 2016 am und im Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) im Stadtbezirk Moosach neun Menschen getötet und mindestens 15 verletzt, davon 3 schwer. In Tatortnähe fand die Polizei einen weiteren toten Mann, den sie für den einzigen Täter des Anschlags hält. Es soll sich um einen 18-jährigen Deutsch-Iraner handeln, der in München wohnhaft und nicht polizeibekannt war.

Laut der Münchner Polizei kam es am späten Nachmittag gegen 17:52 Uhr zu Schüssen in und vor einem McDonald’s-Restaurant gegenüber dem Olympia-Einkaufszentrum und anschließend direkt im Einkaufszentrum. Zeugen meldeten drei verschiedene Personen mit Schusswaffen.

Die Landeshauptstadt München rief den „Sonderfall“ wegen einer „Amoklage“ aus. Über das Smartphone-Warnsystem Katwarn wurden die Bürger aufgefordert, ihre Wohnungen nicht zu verlassen sowie Plätze und Straßen zu meiden. Ärzte und Krankenpfleger wurden in die Münchner Krankenhäuser gerufen, und der Alarm „Massenanfall von Verletzten“ wurde ausgelöst. Einsatzkräfte mit Unterstützung von Spezialeinsatzkommandos (SEKs), der Bundespolizei und benachbarter Polizeipräsidien waren im Einsatz und sperrten mehrere Straßenabschnitte ab.Taxifahrer wurden aufgefordert, keine Fahrgäste mehr aufzunehmen. Der Nahverkehr wurde im Münchner Stadtgebiet auf Anweisung der Polizei vorübergehend eingestellt, sowie der Hauptbahnhof evakuiert und geschlossen.Am Stachus kam es zu einem Fehlalarm und einer Panik.

Gegen 20:30 Uhr meldete die Polizei, dass sie von drei Tätern und einem Terrorverdacht ausgehe, und sprach von einer „akuten Terrorlage“ in München.

Während des Einsatzes bat die Polizei darum, keine Bilder oder Filme der polizeilichen Maßnahmen online zu stellen, um den flüchtigen Tätern keine Informationen zukommen zu lassen. Stattdessen soll man Fotos und Videos über das Upload-Portal der Polizei hochladen.

Nach der Schießerei von München sicherte die Thüringer Polizei die Landesgrenze zu Bayern sowie die tschechische Polizei die Grenze zu Deutschland ab. Ferner sandten die hessische und baden-württembergische Polizei Spezialeinheiten, die Bundespolizei auch Unterstützungskräfte der GSG 9 nach München. Thüringen versetzte das SEK in Alarmbereitschaft, welches im Notfall die Sicherung von Nordbayern übernehmen soll. Auch das österreichische Spezial-Einsatzkommando Cobra war an dem Einsatz beteiligt.

Nachdem die Polizei bereits am Abend die Entdeckung eines Toten und möglichen Täters gemeldet hatte, konkretisierte sie diesen Verdacht gegen Mitternacht und gab bald darauf Entwarnung: Der Mann habe sich selbst das Leben genommen und sei wahrscheinlich Einzeltäter. Diese Behauptung wurde anschließend vom Polizeipräsidenten während einer Pressekonferenz relativiert. Eine Zivilstreife, die als erstes am Tatort ankam, habe den Täter beschossen und wieder aus den Augen verloren. Es sei nun zu klären, wie er genau zu Tode gekommen sei. Bei der Überprüfung der Leiche hatte die Polizei einen Roboter eingesetzt.Sämtliche an diesem Abend von der Bevölkerung eingegangenen Hinweise zu möglichen weiteren Tätern und zu Schießereien in der Stadt hätten sich als Falschmeldungen herausgestellt.

Um 1 Uhr waren alle öffentlichen Verkehrsmittel in München wieder freigegeben.

Quelle: http://www.wikipedia.org

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