Publikumsliebling Ossy Kolmann mit 88 Jahren verstorben

Publikumsliebling Ossy Kolmann mit 88 Jahren verstorben

Ossi Kolmann

(c) Österreichische Nationalbibliothek

Oswald „Ossy“ Kolmann (* 10. Jänner 1928 in Wien; † 18. Juli 2016 ebenda) war ein österreichischer Schauspieler, Kabarettist, Sänger und Komiker.

Publikumsliebling Ossy Kolmann ist tot. Der Schauspieler und Kabarettist verstarb am Montag nach langer Krankheit, wie seine Familie der APA mitteilte. Der Kammerschauspieler, der jahrzehntelang zu den meistbeschäftigten Kabarett- und Operettendarstellern Österreichs gehörte, wurde 88 Jahre alt.

Kolmann, ein gelernter Fernmeldetechniker, nahm von 1948 bis 1951 Schauspielunterricht an der Schauspielschule der Gewerkschaft. Sein Bühnendebüt feierte er im Kabarett Wiener Werkel, mit dem er auch verschiedene Gastspielreisen, auch nach Deutschland und in die Schweiz, unternahm. 1958 holte Karl Farkas Kolmann ins Kabarett Simpl. Dann spielte Kolmann am Operettenhaus Hamburg, am Theater an der Wien, am Wiener Volkstheater und am Raimundtheater. 1973 erhielt er ein Engagement an der Wiener Volksoper, wo er 20 Jahre lang Ensemblemitglied war. Sein Filmdebüt gab Ossy Kolmann in der Fernsehsendung Bilanz des Monats, gefolgt von weit über hundert weiteren Fernsehproduktionen. Populär wurde er vor allem als ständig betrunkener Hotelgast Kerzl in der ORF-Serie Hallo – Hotel Sacher … Portier! oder als Ober im Café Lotto (Alles ist möglich!). Im Radio gab er in der Sendung Autofahrer unterwegs den Herrn Montag. 1993 wechselte er ans Theater in der Josefstadt, dessen Ehrenmitglied er 1998 wurde.

Kolmann versprach über Jahrzehnte den Österreichern im ORF-Vorabendprogramm das große Glück im „Lottostudio“ mit dem legendären Spruch „Wie heißt’s im Lotto? Alles ist möglich!“. Auch mit dem erfolgreichen Quatschformat „Tohuwabohu“ spielte er sich in die Herzen seiner Zuschauer.
Sein persönliches Glück fand der Künstler aber nicht zuletzt auf der Bühne, war er doch ab 1958 Mitglied im „Simpl“-Ensemble von Karl Farkas, bevor er nach mehreren Zwischenstationen 1973 Mitglied des Volksopernensembles wurde, wo er sich im Operettenrepertoire ausleben konnte. 1993 folgte der Wechsel zum Ensemble des Theaters in der Josefstadt, dessen Ehrenmitglied Kolmann seit 1998 war. 2003 wurde Kolmann bei einem seiner letzten öffentlichen Auftritte der Titel des Kammerschauspielers verliehen.

Die Parkinson-Krankheit beendete seine Schauspieltätigkeit. Seinen letzten öffentlichen Auftritt hatte er 2003, als ihm der Titel „Kammerschauspieler“ verliehen wurde.

Quelle: APA/Wikipedia.org/Red.(bearbeitet)

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